Der Oberhausener Turnverein von 1873 e. V. hatte sich im letzten Jahr mit seinen „Breitensportlern“ auch dem Rasenkraftsport- und Tauziehverband e. V. angeschlossen. Dieser Deutschlandweite Verband, in dem auch die Highland Games beheimatet sind, hat auch einen Unterverband in NRW.
Josef Ziegenfuß wollte nun auch einmal bei einem Dreikampf innerhalb dieses Verbandes starten und meldete sich in Leichlingen für den Eia-Benner-Werfertag an. Zum Dreikampf im Rasenkraft gehören das Hammerwerfen, das Gewichtwerfen und auch das Steinstoßen. Ähnlich der Leichtathletik hat man in jeder Disziplin vier Versuche, wobei es für die jeweils beste Leistung entsprechende Punkte gibt. Der Wettkampf begann mit dem Hammerwurf, wobei sein weitester Wurf 29,02 m war. Nun ging es zu der Disziplin Gewichtwurf. Für diese zu trainieren hatte Josef bisher noch keine Gelegenheit. Hier hängt an einer ca. 30 cm kurzen Kette ein Gewicht (mit Kette und Griff 3 kg), welches analog dem Hammerwurf geworfen wird. Hier fehlte ihm die Übung, wobei die Koordination die größere Herausforderung darstellte. Trotzdem gelang ihm nach dem ersten ungültigen Versuch im Laufe der Serie ein Wurf von 18,37 m. Beim abschließenden Steinstoß musste ein 3 kg „Metallstein“, anders als beim Kugelstoßen, aus dem Anlauf abgestoßen werden. Mit einer Weite von 8,17 Metern war Josef zwar nicht ganz zufrieden, aber Übung macht den Meister. Alle diese Ergebnisse ergaben für ihn 1867 Punkte, was ihm den Tagessieg brachte und ihn in der Altersklasse Senioren 6 bis 80 kg auf den 2. Platz der aktuellen Deutschen Bestenliste im Rasenkraftsport brachte.
Nun gilt es neben seiner Disziplin dem normalen Hammerwerfen auch die anderen Disziplinen zu trainieren um im August bei den NRW Meisterschaften eine gute Platzierung zu erreichen.

